Alexander Karow (Jacob Matschenz) fotografiert heimlich SM70, Turm und Zaunanlage © Colonia Media/Steffen Junghans

An die Grenze


Der 19-Jährige NVA-Soldat Alex Karow wird im Mai 1974 kurz nach dem Rücktritt Willy Brandts und während der Fußballweltmeisterschaften an die deutsch-deutsche Grenze geschickt. Für diese Entscheidung trägt Alex selbst die Verantwortung. So glaubt er, sich seinem dominanten Vater, einem renommierten Ost-Berliner Chemieprofessor, entziehen zu können. Dieser erwartet, dass sein Sohn in seine Fußstapfen tritt und Chemie studiert. Die Realität an der neuen Arbeitsstelle könnte kaum ernüchternder sein. Die Armee wird von brutalen Ritualen der EK-Bewegung beherrscht, geduldet oder benutzt von den Offizieren. Als Sohn eines Professors ist Alex besonderen Schikanen ausgesetzt, doch seine Gruppe hält zusammen, und einer der Gefreiten, Gappa, stellt Alex unter seinen Schutz. Alex begreift, dass die Ideale von Gleichheit, Demokratie und Menschenwürde Propaganda sind. Die Frage, was passiert, wenn der andere im Visier der Kalaschnikow auftaucht, beschäftigt die Soldaten Tag und Nacht, unterbrochen fast nur von den Spielen der WM mit der historischen Begegnung DDR-BRD. Kraft schöpft Alex aus seiner Liebe zu Christine, eine selbstbewusste Traktorfahrerin, die im benachbarten Dorf wohnt. Christine ermutigt ihn, nicht das zu tun, was sein Vater erwartet, sondern seinem Traum, Fotograf zu werden, zu folgen. Doch als ihr Bruder Alex' Foto von den Grenzanlagen in den Westen schickt, gerät alles außer Kontrolle ...


Produziert von:
Colonia Media Filmproduktions GmbH
Produziert für:
ZDF
Gefördert von:
Filmstiftung NRW, MDM
Stab und Besetzung
Produzent Christian Granderath
Autor Stefan Kolditz
Regie Urs Egger
Produktionsleitung Peter Hartwig
Herstellungsleitung Liane Retzlaff
Kamera Martin Kukula
Redaktion Günther van Endert, ZDF
Darsteller Jakob Matschenz, Bernadette Heerwagen, Corinna Harfouch, Jürgen Heinrich, Burghart Klaußner, Jutta Hoffmann, Frederick Lau, Florian Panzner u.a.
Produktionszeit 11.07.2006 bis 22.08.2006
Erstausstrahlung 07.09.2007 20:40 Uhr arte
0,71 Mio/ 2,5% (ab 3)
0,25 Mio/ 2,2% (14-49)
Länge 90 Minuten
Drehort Nordrhein-Westfalen, Thüringen
Pressekontakt Gitta Deutz-Zàboji
Tel. 0221 / 250 82 93

Kontakt

Bavaria Film GmbH
Presse + Kommunikation
+49(0)89/6499-3900
presse@bavaria-film.de 

Weitere Infos

 

Am 4. April 2008 erhält die Produktion „An die Grenze“ den Adolf-Grimme-Preis.