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Uschi Reich © Bavaria Film/Kurt Krieger
Uschi Reich © Bavaria Film/Kurt Krieger
Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH

Uschi Reich produziert seit 10 Jahren Erfolgsgeschichten bei der Bavaria

[03.12.2007]

Seit zehn Jahren ist ihr Name aus Geiselgasteig nicht wegzudenken: Uschi Reich. Nachdem sie zuvor schon von 1987 bis 1995 bei Bavaria Film als Produzentin tätig war, kehrte die HFF-Absolventin 1997 zurück – als Produzentin, zugleich aber auch als Geschäftsführerin der Bavaria Filmverleih- und Produktions GmbH.

Und sie schrieb Kinogeschichte: etwa durch Neuverfilmungen der Erich Kästner-Klassiker „Pünktchen und Anton“ (1998), „Emil und die Detektive“ (2001) und „Das fliegende Klassenzimmer“ (2003), aber auch durch Leinwandadaptionen beliebter Kinderstoffe wie „Bibi Blocksberg“ (2002 und 2004), „Die wilden Hühner“ (2006 und 2007) und „TKKG“ (2006). Dazu kamen bisher weitere Produktionen wie „Frau Rettich, die Czerni und ich“ (1998), „Schule“ (2000) oder „Kammerflimmern“ (2005). Fürs Fernsehen entstanden u.a. „Models“ (2000), „Unsre Mutter ist halt anders“ (2003) und das historische TV-Movie „Schiller“ (2005).

Viele ihrer Arbeiten wurden prämiert, darunter mehrfach mit dem Deutschen und dem Bayerischen Filmpreis. „Bibi Blocksberg“ stellte zudem mit knapp 2,15 Millionen Besuchern den Rekord als erfolgreichster deutscher Kinokassenhit 2003 auf. Dabei gilt besonders Uschi Reichs Händchen für Nachwuchstalente, die sie entdeckt und konsequent fördert, als unschlagbar und wertvoll für die gesamte Branche.

Eine einzige Erfolgsgeschichte vor den Toren Münchens also, die Uschi Reich kürzlich mit einem Fest krönte. Anlässlich ihres runden Dienstjubiläums wollten die Streiflichter wissen:

Frau Reich, hätten Sie sich je träumen lassen, bei der Bavaria so eine schillernde Karriere hinzulegen?

Träumen kann man, aber nicht planen. Ich hatte am Anfang sehr viel Glück, einen guten Partner mit Peter Zenk und eine großartige, inzwischen sogar Oscar®-prämierte Regisseurin für meine erste Produktion: Caroline Link.

Welche Ziele hatten Sie sich damals, vor zehn Jahren gesteckt – und warum konnten Sie dann noch sehr viel mehr erreichen?

Ich habe mir sehr genau überlegt, in welchem Genre ich erfolgreich arbeiten kann. Kinder- und Jugendfilme können wir in Deutschland mit unseren bescheidenen Budgets drehen: Wir haben großartige Stoffe, gute Schauspieler, gute Regisseure und um gute Drehbücher müssen wir kämpfen!

Worauf sind Sie rückblickend am meisten stolz?

Dass ich mit Leuten arbeiten konnte, denen es (fast immer) um den besten Film ging und weniger um ihr Ego. Und dass ich meiner inneren Stimme gefolgt bin und es gegen den Druck der Produktion durchgesetzt hatte, sechs Wochen vor Drehbeginn des Films „Das fliegende Klassenzimmer“ das Drehbuch noch einmal komplett umzuschreiben – was der Produktion zwar viel Arbeit gemacht hat, aber zum Besten des Films war.

Froh bin ich auch, dass diese innere Stimme mir fast immer das Richtige einflüstert.

Sie gelten nicht zuletzt als Wegbereiterin des Kinder- und Jugendfilms, stehen aber auch für leidenschaftliche Umsetzungen psychisch komplexer Stoffe. Macht genau dieser Mix einfach Ihren Job aus – oder fühlen Sie sich zu einem Genre besonders hingezogen?

Nein, ich liebe den Familienfilm in jeder Form, als Komödie, als Drama, für Kinder, für Erwachsene. Familie ist eine so komplexe Lebensform, dass es darüber unzählige Geschichten zu erzählen gibt. Mit Krimi, Action, auch Science Fiction kann ich nicht so viel anfangen.

Ab und zu fühle ich mich aber zu so existenziellen Stoffen wie „Kammerflimmern“ hingezogen. Oder, wie jetzt bei „Im Winter ein Jahr“, zum neuen Film von Caroline Link. Das Drehbuch erzählt von einer Familie, die mit dem Tod des jüngsten Sohnes leben muss und der ganz speziellen Freundschaft zwischen einem Maler und dem älteren Mädchen.

Zu Ihren neuen Produktionen. Wann soll „Im Winter ein Jahr“ in die Kinos kommen?

Im Herbst 2008. Wir hoffen, den Film vorher auf einem großen Festival präsentieren zu können.

Zurzeit arbeiten Sie u.a. an Heinrich Breloers Neuverfilmung der „Buddenbrooks“. Was ist Stand dieses Films?

Der Film ist abgedreht und nun im Schnitt, der aufgrund der ungeheuren Materialfülle noch eine Weile dauern wird.

Und welche Stoffe werden Sie ab 2008 sowie in den kommenden zehn Jahren realisieren...?

An zehn Jahre denke ich gar nicht. Immer nur an das nächste. Ich werde „Die Wilden Hühner III“ produzieren, „Bibi Blocksberg III“, den Nachwuchsfilm „Summer Time Blues“, arbeite an einer „Wilden Hühner“-Fernsehserie. Und – damit starten wir ins Neue Jahr – an einer sehr eigenen, märchenhaften Verfilmung des „Froschkönigs“ mit Sidonie von Krosigk (Bibi Blocksberg) als Prinzessin für den SWR. Sie sehen, es gibt – nach der großen Feier – genug zu tun! (caro)

Kontakt:
Hansgert Eschweiler
089/6499-3910

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