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Verliebt: Katharina (Anne Brendler) und Sven (Kai Scheve)
Neuer Inga-Lindström-Film am 23. Januar um 20.15 Uhr im Zweiten

Träumen vom ,Inselsommer'

[13.01.2005]

Vorhang auf für einen neuen 90-Minüter nach schwedischen Stoffen von Inga Lindström: ,Inselsommer' heißt die insgesamt fünfte Verfilmung, die das ZDF im Rahmen seiner sehr erfolgreichen ,Lindström'-Reihe am Sonntag, den 23. Januar zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr zeigt.
Realisiert von Bavaria Film-Produzent Ronald Mühlfellner, inszenierte Karola Meeder die Story aus der Feder von Inga Lindström alias Christiane Sadlo um die patente Göteborger Köchin Katharina (Anne Brendler). Auf einer Insel an der Ostküste Schwedens tritt die allein erziehende Mutter das Erbe ihres Großonkels an, bringt dessen einst florierendes Ausflugslokal wieder in Schwung. Und nach ihrer Beinahe-Kollision mit der Yacht des vermögenden Sven (Kai Scheve) erblühen vor der schönsten landschaftlichen Kulisse schließlich auch ihre Gefühle neu.
Wobei zudem endlich eine alte Rechnung zwischen ihrer Großtante (Gerlinde Locker) und Svens Mutter (Gila von Weitershausen) zu einem glücklichen Ende findet.
Die Hauptrolle der Katharina spielt Anne Brendler (32) aus Berlin, die einst Werbespots u.a. mit Hollywoodstar Michael Ballhaus drehte, dann bei ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten' (1996-98) reüssierte und inzwischen diverse hochkarätige TV-Movies drehte.

Frau Brendler, Katharina wird von einer glücklichen Kindheitserinnerung eingeholt und knüpft an sie an. Wie wichtig ist die eigene Vergangenheit - im Guten wie im Schlechten - für die persönliche Zukunft?
Die Vergangenheit ist absolut entscheidend, ob es sich nun um Verhaltensmuster handelt, die man in seiner Kindheit mitbekommen hat, oder um grundsätzliche Erlebnisse, die einen begleiten und prägen. Eine glückliche Kindheit ist natürlich immer die beste Voraussetzung, sein späteres Leben zu meistern. Während es mit schlechten Erinnerungen bedeutend komplizierter ist: Sie zu verdrängen, ist wohl der häufigste Weg - dabei wäre es besser, aus ihnen zu lernen. Der große Unterschied bei den schlechten Dingen ist, dass man ihnen als Kind regelrecht ausgeliefert ist, während man als Erwachsener viel bewusster entscheiden kann, wie man mit ihnen umgeht. Das macht es dann oft auch so schwer, eine problematische Vergangenheit aufzuarbeiten - die Zeit lässt sich halt nicht zurückdrehen.

Welche Bedeutung hat Familientradition heute?
Die Familie an sich halte ich nach wie vor für wichtig, wobei in unseren Zeiten sicher auch Freunde an Bedeutung gewonnen haben. Ich denke, es ist jetzt wieder Trend, liebe Menschen um sich zu versammeln, weil das einfach ein gutes Lebensgefühl gibt. Von daher halte ich ,Inselsommer' auch für eine sehr moderne Geschichte: Katharina ist einerseits eine allein erziehende Mutter, wobei dieser Aspekt hier eher als Randerscheinung auftritt. Andererseits sucht sie die Nähe ihrer Großtante und frischt bei ihr sehr gern ihre Kindheitserinnerungen auf, die schließlich wegweisend für ihre eigene Zukunft werden. Ich kann Katharinas Situation gut nachempfinden, denn ich bin auch allein erziehend.

Sind Sie auch eine begnadete Köchin?
Begnadet eher nicht, aber ich koche trotzdem gern. Früher, als Single, habe ich das nicht so gepflegt, da ging ich eher in Kneipen und haute mir die Nacht um die Ohren. Sobald ein Kind da ist, ändern sich aber diese Vorzeichen: Zum einen braucht der Nachwuchs etwas Vernünftiges zu essen, zum anderen ist man zwangsweise mehr zuhause und bewirtet seine Freunde dann selbst. Ich finde es außerdem sehr schön, so ein Essen auch gemeinsam vorzubereiten - das ist einfach irre gemütlich.

Zu Beginn Ihrer Karriere drehten Sie Werbespots, u.a. mit Michael Ballhaus. Wie kam das?
Das ist 15 Jahre her und hatte übrigens auch etwas mit essen zu tun: Ich schlürfte in diesem Spot für einen Elektrohersteller Spaghetti. Rangekommen war ich an diesen Job nur zufällig: Über einen damaligen Schauspieler-Freund landete ich bei einem Casting, bei dem jede Menge große, schlanke Blondinen Schlange standen. Engagiert wurde das Gegenteil - ich. Und so kam ich dann auch in Kontakt mit anderen Modellagenturen, und weitere Werbespots entstanden.

Werden Sie auch als Schauspielerin noch mit sogenannten Idealmaßen konfrontiert?
Oh ja. Es gab schon einige Kritik, ich sei zu dick. Im Moment habe ich gerade wieder etwas abgenommen, was prompt registriert wird. Man ist also offenbar auch in meinem jetzigen Beruf gezwungen, auf so etwas Rücksicht zu nehmen. Da frage ich mich schon, ob ich eine Kleiderpuppe oder eine Schauspielerin bin.? Naja, manchmal ärgert mich das, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt.

Als Schauspielerin begann Ihre Laufbahn vor knapp zehn Jahren mit ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten'. Ihr Fazit bisher?
Ich bin absolut zufrieden mit meinem Weg, obwohl er immer besser sein könnte. ,Gute Zeiten, schlechte Zeiten' begann für mich 1996 und war eine schwere Zeit, die zwei Jahre anhielt. Bis zu dieser Soap-Rolle war ich ein recht normales Arbeiten mit Pausen gewohnt, doch der Nonstop-Dreh verlangte dann natürlich eine Dauerpräsenz im Studio. Also: ein Umfeld wie eine Art Bunker, so gut wie keine Freizeit, mehr oder weniger abgeschnitten von privaten Kontakten. Im nachhinein muss ich allerdings sagen, dass ich viel gelernt habe, sowohl handwerklich, als auch über mich selbst.

Und was werden Sie von Ihren Dreharbeiten in Schweden mitnehmen?
Ich war zuvor nie dagewesen und fand die Landschaft gleichermaßen schön wie unsere Arbeit. Das liegt u.a. daran, dass ich im Bereich Regie auch erstmals mit einer Frau zu tun hatte, Karola Meeder, die ihr Handwerk beherrscht und einen Humor mitbrachte, der mir absolut entgegen kam. Ich will hier keine Schubladen öffnen, aber es kam mir schon so vor, dass eine Frau anders inszeniert als Männer - emotionaler, aber dabei trotzdem etwas sachlicher, mehr auf den Punkt und unkomplizierter. Außerdem hatten wir nach Drehschluss schon ,verschärfte Bedingungen': Wir waren alle in einem Schulungsheim nahe des Mälarsees untergebracht, völlig ab vom Schuss. Es gab keine Restaurants, keine Läden - Stockholm wäre eine Autostunde entfernt gewesen. Und so haben wir geangelt, oder jemand aus dem Team besorgte Fleisch, und alle trafen sich abends am Lagerfeuer. Es war sicher nicht selbstverständlich, dass wir uns alle so prima verstanden. Deshalb war dieser Dreh in Schweden etwas sehr Besonderes und wird mir garantiert lange in Erinnerung bleiben... (caro)

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