„Der Trafikant“: Setbesuch in der „Münchner Straße“

Geiselgasteig – Aktuell laufen am Hauptsitz der Bavaria Film die Dreharbeiten zu „Der Trafikant“ (ausführende Produktion: Glory Film). Gedreht wird zu großen Teilen in der erst kürzlich renovierten „Münchner Straße“, aber auch in einer der begehbaren Vollkulissen auf dem Gelände. Tobis Film bringt die in Wien zu Zeiten des aufkommenden Nationalsozialismus spielende Tragikomödie voraussichtlich im Herbst 2018 in die Kinos.

Der Startschuss für den Dreh am Medienstandort Geiselgasteig fiel am 6. November. Gemeinsam mit den Geschäftsführern der Bavaria Film, Dr. Christian Franckenstein und Achim Rohnke, sowie dem Produzenten Ralf Zimmerman, Regisseur Nikolaus Leytner und weiteren Vertretern der Produktion, machte sich Prof. Klaus Schäfer, Geschäftsführer des FilmFernsehFonds Bayern (FFF), jetzt vor Ort ein Bild von den Kulissen und Arbeiten zu der deutsch-österreichischen Koproduktion.

Seit dem Ende der Sanierungs- und Umbauphase im Sommer 2017 ist die „Münchner Straße“ dauerbelegt. Nach dem Event-Dreiteiler „Bella Germania“ von Bavaria Fiction machte „Das Wunder von Wörgl“ (Filmline Productions) in der Kulisse Station. Für "Der Trafikant" (Glory Film) begannen parallel dazu bereits im Oktober leichte Umbauten an der größten Außenkulisse der Bavaria Film. Direkt im Anschluss starteten die Dreharbeiten, die noch bis zum 20. November andauern werden.

Ansicht

Der Trafikant

Zu Besuch am Set, von links: Prof. Dr. Klaus Schaefer (Geschäftsführer FilmFernsehFonds-Bayern), Schauspieler Simon Morzé, Achim Rohnke (Geschäftsführer Bavaria Film), Schauspieler Bruno Ganz, Regisseur Nikolaus Leytner, Schauspieler Johannes Krisch, Schauspieler Michael Fitz, Nikolaus Prediger (Förderreferent FilmFernsehFonds Bayern), Magnus Vortmeyer (Marketing- und Presseschef Tobis Film), Dr. Christian Franckenstein (Vorsitzender der Geschäftsführung Bavaria Film), Ralf Zimmermann (Produzent, Glory Film)

 

© 2017 Glory Film

© 2017 Glory Film

Die Tragikomödie, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Robert Seethaler, spielt im Österreich des Jahres 1937: Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) sucht sein Glück in einer Wiener Trafik, einem Tabak- und Zeitungsgeschäft. Mit dem Stammkunden Sigmund Freud (Bruno Ganz) entwickelt Franz eine ungewöhnliche Freundschaft. Als Franz sich in die Varietétänzerin Anezka (Emma Drogunova) verliebt, sucht er bei dem weltbekannten Psychoanalytiker Rat. Bald schon spitzen sich auch die politisch-gesellschaftlichen Verhältnisse zu und die drei drohen vom Strudel der Ereignisse auseinandergerissen zu werden.

Bruno Ganz ist mit dem Gelände der Bavaria Film bereits vertraut: 2004 stand er hier in der Rolle des Adolf Hitler für Bernd Eichingers Oscar-nominiertes Drama „Der Untergang“ vor der Kamera.