"Die Sieger" feiern Weltpremiere als Director’s Cut bei Berlinale

Berlin - 25 Jahre nach seiner Premiere wird der Actionthriller "Die Sieger" von Regisseur Dominik Graf auf den 69. Internationalen Filmfestspielen Berlin (07.-17.02.2019) erstmals in restaurierter Fassung und als etwa neun Minuten längerer Director’s Cut gezeigt. Die Produktion läuft im Rahmen der Reihe "Berlinale Classics".

Das Restaurierungsteam der Bavaria Film fügte einige Szenen, die nicht mehr auf 35-mm-Material zur Verfügung standen, aus der Magnetbandaufzeichnung der Rohschnittfassung in die ursprüngliche Kinofassung ein. Die Herausforderung bestand darin, diese Szenen an das hochwertige, digital bearbeitete 4K-Material anzugleichen. Vor allem die Tonbearbeitung der bisher noch nie gemischten Szenen verlangte viel Aufmerksamkeit von Regisseur und Team. Die Restaurierung verantwortete D-Facto NXT, die Vertriebsrechte liegen bei Bavaria Media. Gefördert wurde der Film durch die FFA Filmförderungsanstalt. An allen entscheidenden Stellen begleitete Regisseur Dominik Graf den Prozess.

 

Markus Zimmer, Geschäftsführer Bavaria Filmproduktion GmbH und Head of Theatrical Production and Acquisition: "Es ist eine große Ehre, das Jubiläumsjahr der Bavaria Film auch auf der internationalen Bühne während der Berlinale begehen zu dürfen. Seit der Premiere von 'Die Sieger' im Jahr 1994 hat sich die Filmtechnik enorm weiterentwickelt. Dies konnten wir bei der Restaurierung sichtbar machen. Der spannenden Geschichte rund um ein SEK-Team merkt man ihr Alter nicht an und sie kann nun im Director’s Cut noch neun Minuten länger genossen werden."

Dominik Graf, Regisseur: "'Die Sieger' können jetzt tatsächlich durch die Wiedereinfügung einiger Szenen so angeschaut werden wie wir uns das nach den Dreharbeiten 1993 gedacht hatten. Es ist einerseits ein wenig seltsam, wenn die ganze Arbeit, die heftigen Gefühle, die Erfahrungen in alle Richtungen, Gut und Böse, einem durch die konkrete Arbeit an Schnitten und Musiken plötzlich wieder so naherücken. Und es ist gleichzeitig natürlich ein sehr schönes Gefühl, diese damals im Ringen um den End-Schnitt verlorenen Abschnitte wieder an ihren Heimatort zurück zu platzieren. 25 Jahre lang flogen diese Schnipsel – teils recht lange Schnipsel – sozusagen vom Mutterschiff des Drehbuchs getrennt frei im Orbit. Der Film bleibt immer noch ein Fragment des Traums, den Drehbuchautor Günter Schütter und ich mal in der frühen Projektphase hatten – aber dieses Fragment immerhin ist jetzt vollständig. Ich danke der Bavaria sehr für ihr Engagement, Markus Zimmer für seinen Einsatz, ebenso den Technikern von D-Facto Nxt – Marcus Clarén, Manni Gläser und Thilo Henn – für die große Mühe, die sie sich gegeben haben."

© Bavaria Film / Kurt Krieger

Zum Inhalt von "Die Sieger"

Ein Sondereinsatzkommando wird in eine Korruptionsaffäre verstrickt. Karl Simon (Herbert Knaup), Leiter der SEK-Einheit, glaubt bei einem Einsatz seinen verstorbenen Kollegen unter den Flüchtigen zu erkennen. Bei seinen Nachforschungen geraten er und sein Team in ein Netz aus Lügen und Verrat, das von Spitzenpolitikern bis in die eigene Truppe reicht. Nach der Entführung des Staatssekretärs, bei dem die SEK-Einheit selbst unter Verdacht gerät, beschließen Simon und seine Freunde, den Fall selbst in die Hand zu nehmen.

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