Ursprünge der Bavaria Film: Retrospektive im Filmmuseum München

München – In einer Retrospektive zeigt das Filmmuseum München ausgewählte Produktionen der Münchner Lichtspielkunst AG (M.L.K.). Aus dem 1919 gegründeten Unternehmen, oftmals Emelka genannt, ging die heutige Bavaria Film hervor.

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Monna Vanna

1922 drehte Richard Eichenberg für die Emelka die Großproduktion "Monna Vanna": Die Hauptrollen spielten Paul Wegener und Lee Parry.

© Bavaria Film

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Das Glashaus-Atelier

Die erste Halle auf dem Studiogelände der Emelka bestand aus Glas. Sie wurde 1919 errichtet, als Scheinwerfer noch nicht stark genug waren, um Tageslicht zu simulieren. Das Glashaus ermöglichte einen geschützten Dreh bei Tageslicht. Später viel die Halle einem Hagelschauer zum Opfer.

© Bavaria Film

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The Mountain Eagle

Bei seinem Dreh von "The Mountain Eagle" am heutigen Medienstandort Geiselgasteig feierte Alfred Hitchcock 1925 Weihnachten mit Cast und Crew.

© Bavaria Film

Das Filmmuseum München restaurierte drei Produktionen der Emelka anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Bavaria Film in diesem Jahr: „Opium“ (1919) von Robert Reinert, „Nathan, der Weise“ (1922) und „Helena. Der Untergang Trojas“ (1924) von Manfred Noa. Daneben werden zahlreiche Wochenschauen und Kurzfilme gezeigt. Die Retrospektive startet am 8. Januar und läuft bis zum 27. Februar 2019.

Die Emelka wurde am 1. Januar 1919 von Filmpionier Peter Ostermayr gegründet. Ihre letzte Großproduktion „Waterloo“ (1929), ein Historienfilm von Karl Grunes leitete den Konkurs der Emelka und den Übergang zur Bavaria ein, die sich nach Bavaria Filmkunst und Bavaria Atelier schließlich 1987 in Bavaria Film umbenannte.

Das 1919 von Peter Ostermayr erworbene Gelände im Süden Münchens ist noch heute der Hauptsitz der Bavaria Film und versammelt als Medienstandort Geiselgasteig zahlreiche Unternehmen aus der Medienbranche.

Weitere umfassende Informationen zur Geschichte der Emelka und das detaillierte Programm der Retrospektive finden sich auf den Seiten des Münchner Stadtmuseums.

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