Nominierung und Weltpremiere für "Wiener Blut" beim Filmfest München 2019

Wien/München - "Wiener Blut", eine Ko-Produktion von der Wiener Bavaria Film-Tochter SATEL Film, dem ORF und dem ZDF, ist für den "Bernd Burgemeister Fernsehpreis" nominiert. Er wird im Rahmen des Filmfest München in der Kategorie "Neues Deutsches Fernsehen" verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Der Politthriller feiert in diesem Zusammenhang auch seine Weltpremiere.

Die iranstämmige Melika Foroutan schlüpft für "Wiener Blut" in die Rolle der Staatsanwältin Fida Emam. An ihrer Seite spielt Charlotte Schwab als ihre Mutter Afifa Emam, eine Ägypterin und ehemalige Konzertviolinistin, die in Wien ihre Heimat fand, inzwischen aber aufgrund der Gicht ihre Karriere beenden musste und versucht, ihre Probleme mit Alkohol zu lösen. Ihr Spielfilmdebut gibt Noelia Chirazi als streng religiöse und minderjährige Tochter bzw. Enkelin Aline Emam, die im Islam das findet, was ihr in der Familie versagt bleibt. Sie verliebt sich in einen syrischen Mitschüler (Hassan Kello als Djamal Hemidi), der sich – wie sie - verloren fühlt und bei einem radikalislamischen Verein ein- und ausgeht. In den weiteren Rollen zu sehen sind Harald Windisch, Martin Niedermair, Florian Teichtmeister, Harald Schrott, Florian Stetter, Stipe Erceg, Lilian Klebow, u.v.m

Produziert wurde der brisante Politthriller "Wiener Blut" von Bettina Kuhn und Heinrich Ambrosch (SATEL Film). Regisseurin Barbara Eder sagt: "Mit 'Wiener Blut' haben wir den Nerv getroffen, behandelt er doch genau jene Themen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden: Integration, die Rolle der Frau, Generationskonflikte – diese Aufregerthemen wurden zu einem hochpolitischen Thriller verdichtet, der schonungslos die brennenden, gesellschaftlichen Probleme aufzeigt und populistische Abgründe entlarvt."

Die packende Story stammt aus der Feder des vielfach preisgekrönten Drehbuchautors Martin Ambrosch. "Politthriller, in denen eine Frau die unbestechliche Heldin ist, werden im deutschsprachigen TV höchst selten erzählt. Einen, in dem sie auch noch zum vermeintlichen Spielball politisch extremer Männerfantasien wird, gab es noch nie... und genau das hat mich interessiert", so Ambrosch.

Ansicht

Wiener Blut

Charlotte Schwab spielt die Mutter von Fida Emam. Als Afifa Emam übernimmt sie die Rolle einer Ägypterin und ehemaligen Konzertviolinistin, die die in Wien ihre Heimat fand, inzwischen aber aufgrund der Gicht ihre Karriere beenden musste und versucht, ihre Probleme mit Alkohol zu lösen.

© 2019 Satel Film/Fabio Eppensteiner

© 2019 Satel Film/Fabio Eppensteiner

Produzentin Bettina Kuhn (SATEL Film) sagt: "Schon beim Lesen der ersten Seiten des Drehbuchs war mir klar: Dieser Filmstoff hat das Potential, das Publikum aufzurütteln. Wiener Blut stellt die großen Fragen nach Heimat, Identität und der Rolle, die wir in der Gesellschaft einnehmen, und verwebt diese Themen zu einem Polit-Thriller auf internationalem Niveau…ohne das 'Wienerische' aus den Augen zu lassen."

"Wiener Blut" ist eine Koproduktion von SATEL Film, ORF und ZDF, gefördert von Fernsehfonds Austria und Filmfonds Wien. Sendetermine für ORF und ZDF stehen noch nicht fest.

Inhalt

Ein brutal aussehender Mann fährt mit einem Pick Up durch Wien: mit menschlicher Fracht auf der verschlossenen Ladefläche. Sein gefesseltes und geknebeltes Opfer ist Karl Burger. Bald darauf wird Fida Emam, eine Wiener Staatsanwältin, vom Polizisten Markus Glösl zu einem vermeintlichen Suizid gerufen. Karl Burger hängt unter einer Donaubrücke im Seil. Glösl hegt aufgrund der Umstände berechtigte Zweifel. Er will, dass Fida die Leichenöffnung beantragt und ein Verfahren einleitet: wegen Mordverdachts. Fida erfährt, dass das Opfer bei der Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) arbeitete und gegen eine Wiener Privatbank ermittelte wegen des Verdachts auf Geldwäsche. Fida hat selbst schwer mit familiären Problemen zu kämpfen. Sie lebt mit ihrer renitenten, dem Alkohol zusprechenden Mutter und noch renitenteren Tochter in einer Wohnung.

Bei ihren Nachforschungen eruiert sie, dass der politisch weit rechtsstehende Vorstandschef der Bank, Stefan Beer, zu einem grotesk hohen Preis über eine Briefkastenfirma ein Zinshaus in Wien von einem radikal islamischen Verein erworben hat, der nun in Geld schwimmt. Fida, deren familiäre Wurzeln in Ägypten liegen, muss schmerzhaft erkennen, dass ihre heranwachsende Tochter Aline nicht nur Sympathien für diesen Verein hegt, sondern auch einem Mitschüler verfallen ist, der bei Imam Ahmed Rahimsai ein- und ausgeht. Fida tastet sich immer näher an zwei extrem gefährliche, völlig unerwartet kooperierende Menschen heran, die planen, Mitteleuropa nachhaltig zu destabilisieren. Als Fida dämmert, dass sie selbst im Mittelpunkt dieses Plans steht, ist es beinahe schon zu spät...

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