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    Das erste Glasatelier 1919
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    Beleuchterbrücke in Studio 4/5
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    Synchronstudios in Geiselgasteig
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    'Zu jung um blond zu sein' mit Alice und Ellen Kessler, 1961
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    Kultserie Raumpatrouille Orion, 1961
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    Welterfolg 'Das Boot'
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Bavaria Film – Geschichte seit mehr als 90 Jahren

Den ersten Film in Geiselgasteig dreht im Jahr 1920 Franz Osten mit „Der Ochsenkrieg“ nach einem Roman von Ludwig Ganghofer.

Lee Parry 1922

Richard Eichberg dreht 1922 „Monna Vanna“ mit Lee Parry in der Hauptrolle, die mit bürgerlichem Namen Mathilde Benz heißt und aus einer bekannten Münchner Gastwirtsfamilie stammt.

Alfred Hitchcocks Filmteam 1926

Weltbekannte Regisseure
sorgen seit mehr als 90 Jahren, dass in Geiselgasteig Filmgeschichte geschrieben wird: Alfred Hitchcock, Max Ophüls, Helmut Käutner, Billy Wilder, Ingmar Bergman, Orson Welles, John Huston, Bob Fosse, Stanley Kubrick, Rainer Werner Fassbinder, Wim Wenders, Wolfgang Petersen und viele mehr inszenierten ihre Filme bei uns.

Kirk Duglas in „The Vikings“ 1959

Schauspielgrößen wie Gustaf Gründgens, Heinz Rühmann, Hans Albers, Gert Fröbe, Peter Ustinov, O.W. Fischer, Kirk Duglas, Tony Curtis, Mario Adorf, Steve McQueen, Alex Guinnes,

Liza Minelli in „Cabaret“, 1973

Liz Taylor, Gina Lollobrigida, Sammy Davis jr., Liza Minnelli, Richard Burton, Sophia Loren, Maximilian Schell, Audrey Hepburn, Romy Schneider, Roberto Benini, Gérard Depardieu, Dustin Hoffman, Jürgen Prochnow, Armin Mueller-Stahl, Iris Berben, Götz George u.v.a standen vor unseren Kameras.

Bavaria Film ist Nachfolgerin eines bereits seit 1919 bestehenden Studiobetriebes. Gegründet wurde die Bavaria Film GmbH im Jahre 1959 zunächst als Bavaria Atelier GmbH. 1987 erhielt sie ihren jetzigen Namen Bavaria Film GmbH.

Die Filmstadt entsteht

Geiselgasteig, Juni 1919: Der Atelierbetrieb vor den Toren Münchens entsteht. Damals erwarb Peter Ostermayrs Firma Münchner Lichtspielkunst AG (M.L.K.), später auch bekannt unter dem Namen „Emelka“, ein Areal im Münchener Süden (Grünwald-Geiselgasteig), das im Laufe der Jahrzehnte zum heutigen Bavaria Film Gelände ausgebaut wurde.

Bereits im September 1919 wurde mit dem Bau des ersten Studios begonnen, dem sogenannten „Glashaus“. Dieses Glasatelier erfüllte seine Funktion bis zum Sommer 1928, als es durch einen Hagelschauer zerstört wurde. Heute steht auf den Fundamenten des historischen Glasateliers das „Studio 1“.

Vom Stumm- zum Tonfilm

In den 20er Jahren wurden vor allem Heimatfilme mit Motiven von Ludwig Ganghofer produziert. Damit machte sich die Produktionsfirma auch international einen Namen, begünstigt durch die Tatsache, dass der Stummfilm keine sprachlichen Barrieren kannte. Alfred Hitchcock drehte zwei seiner frühen Filme in Geiselgasteig. Vom „Los Angeles im Isartal“ war die Rede. Mit dem Erwerb der Geyerwerke wurde auf dem Gelände auch die industrielle Filmkopierung aufgebaut.

Mit der Erfindung des Tonfilms kam in den 30er Jahren die große Krise. Klassische Berufe aus der Stummfilmzeit, wie Filmmusiker, Stummfilmakteur sowie Kinoerzähler waren nicht mehr gefragt. 1932 wurde die „Emelka“ von der durch Banken finanzierten Gesellschaft Bavaria-Film AG übernommen und 1938 als Bavaria Filmkunst GmbH neugegründet. Durch die Reichsregierung gefördert lief trotz des Zweiten Weltkriegs die Filmproduktion in Geiselgasteig weiter.

Die Nachkriegszeit

Nach dem Krieg 1945 standen die fast unversehrten 10 Aufnahmehallen, das Kopierwerk, der Fundus und die Werkstätte leer. Erst unter der Führung eines englisch-amerikanischen Redaktionstabes wurde die Produktion wieder aufgenommen. In den laufenden Jahren entwickelte sich die Bavaria zur größten Filmproduktionsstätte Deutschlands.

In den 50er Jahren entstanden 32 Filme in den Studios, ein Drittel der deutschen Produktionen. In diesen Jahren kamen, auf Grund der günstigen Produktionsbedingungen, auch die amerikanischen Produzenten und Regisseure (u.a. Elia Kazan, Orson Wells oder Richard Fleischer) an die Isar. Sie brachten internationale Stars nach Geiselgasteig, wie Oskar Werner, Gregory Peck, Gene Kelly, Peter Ustinov oder Tony Curtis.

Die technische Entwicklung ging mit großen Schritten voran, der Farbfilm hielt Einzug, es wurde in Stereo produziert und schließlich auch ab 1954/55 für das Fernsehen.

Einstieg ins Fernsehzeitalter

Der 1. August 1959 ist das Gründungsdatum der Bavaria Atelier GmbH. Das Fernsehzeitalter für die Bavaria begann. Seitdem sind öffentlich-rechtliche Sender maßgeblich an der Bavaria Film beteiligt. Am 24. November 1959 entstand ihre erste TV-Produktion mit dem Titel „Der eingebildete Kranke“. Die Bavaria Atelier GmbH erhielt am 3. August 1987 ihren heutigen Namen Bavaria Film GmbH.

Während in den 60er Jahren das Kino mit wenigen Erfolgen kriselte, entwickelten sich die Produktionen für das Fernsehen als dominantes Standbein für Geiselgasteig. Auf dem internationalen Markt trat man jetzt als der Exporteur für deutsche Fernsehproduktionen und als internationaler Koproduzent auf.

Das Volumen in Geiselgasteig stieg in den 70er Jahren auf über 100 Produktionen im Jahr. Darunter Welterfolge wie „Cabaret“, der mit acht Oscars ausgezeichnet wurde, unter anderem für das Designerteam von Rolf Zehetbauer. Oder „Berlin Alexanderplatz“, der sowohl im Kino als auch im Fernsehen dem deutschen Filmemacher Rainer Werner Fassbinder zum internationalen Durchbruch verhalf. Die Produktionstechniken wurden dem Wachstumsmarkt Fernsehen angepasst.

Meilensteine in der Geschichte der Bavaria Film wurden in den 80er Jahren mit den Welterfolgen von „Das Boot“, „Enemy Mine“ und die „Unendliche Geschichte“ gesetzt. Die Requisiten dieser herausragenden Produktionen bilden die ersten Attraktionen für den Start der „Filmtour“ auf dem Bavaria Film Gelände, welche den Besuchern einen Blick „hinter die Kulissen“ gestattet. Zu dieser Zeit wurde auch die Videotechnik entwickelt und bot ein neues Geschäftsfeld. 

Entwicklung zur Produktions- und Dienstleistungsgruppe

Mit der Einführung des dualen Rundfunksystems bekommt die Bavaria Film in den 90er Jahren neue Kunden. Der Standort Geiselgasteig hat sich zum modernen Medienzentrum entwickelt, auf dem sich TV Sender, Produktionsfirmen und diverse technische Dienstleister angesiedelt haben und einen multimedialen Campus bilden.

Mitte der 80er und Anfang der 90er Jahre waren die Geburtsjahre der erfolgreichen TV Serien und Reihen, wie z.B. „Büro, Büro“, „Marienhof“, „Der Fahnder“, „Formel Eins“, „Gegen den Wind“, „Tatort“„ und viele andere bei der Bavaria.

In den folgenden Jahren hat sich die Bavaria Film zu einer integrierten Produktions- und Dienstleistungsgruppe geformt, mit Tochterfirmen an allen wichtigen Medienstandorten in Deutschland.

Nach der Jahrtausendwende steckte die Bavaria Film mitten in der digitalen Revolution, welche sich in allen Bereichen der Film- und Fernsehproduktionen durchsetzte. Schritt für Schritt wurde die Aufnahmetechnik und die Postproduktion digitalisiert und damit auch die Prozessabläufe grundlegend verändert.

Nach wie vor ist der Standort Geiselgasteig Stammsitz und Herz der Bavaria Film. In den letzten Jahrzehnten hat er sich zu einem modernen und pulsierenden Mediencampus weiter entwickelt. Auf dem 300.000 Quadratmeter großen Areal stehen heute 12 professionell ausgestattete Studios mit Flächen von 50 bis mehr als 3.000 Quadratmetern, mehrere Drehvillen, Kulissenstraßen und einzigartige Standarddekorationen sowie die komplette Dienstleistungspalette für Film- und TV- und Werbefilmproduktionen zur Verfügung. Mehr als 100 Firmen haben sich hier angesiedelt. Bis zu 1.500 Menschen arbeiten hier und bilden ein einzigartiges kreatives Netzwerk für Film- und Fernsehen.

Beste Voraussetzungen, um auch weiterhin eindrucksvolle Geschichte schreiben zu können.

Kontakt

Bavaria Film GmbH
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presse@bavaria-film.de