Katharina Pape & Sarah Schrimpf

Name: Katharina Pape

Alter: 38 Jahre

Studium: Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien

Position: Production Accountant TV & Film

Einstieg: 2009

Name: Sarah Schrimpf

Alter: 25 Jahre

Studium: BWL & Marketingmanagement in Pforzheim

Position: Production Accountant TV & Film

Einstieg: 2021

Direkt zu Beginn: gibt es ein typisches Klischee über euren Job?

Katharina: Ja, ich denke schon, einige haben ein kleinkariertes Bild vor Augen, was ich gar nicht so empfinde. Der Beruf Production Accountant oder Produktionsbuchhalter*in beinhaltet grob drei Aufgabenfelder aus den Bereichen Finanzbuchhaltung, Lohnbuchhaltung und Produktion. Die Mischung aus allen drei Komponenten macht den Beruf für mich spannend und abwechslungsreich. Zusätzlich haben alle Projekte unterschiedliche Voraussetzungen. Es gibt zum Beispiel Förderprojekte, Filme mit extrem knappem Budget, bei denen regelmäßige Kostenstände und Hochrechnungen ein sehr wichtiges Instrument für die Entwicklung des Filmes sind, oder auch Projekte, die im Ausland gedreht oder in Koproduktion mit einer anderen Fernsehanstalt realisiert werden.

Sarah: Oh ja, mir läuft jeden Tag noch etwas Neues über den Weg, was ich nicht kenne. Es ist definitiv abwechslungsreicher, als "Produktionsbuchhalter*in" vielleicht klingt. Obwohl es ein Büro-Job ist, bei dem man mit Buchhaltung und Zahlen arbeitet, hat man trotzdem viel Abwechslung und ein tolles Umfeld. Durch die Produktionsnähe ist es einfach etwas anderes, als wenn man in einem anderen Unternehmen in der Finanzbuchhaltung sitzt.

War ein Job in der Filmbranche schon immer euer Traumjob oder wie seid ihr dazu gekommen?

Katharina: Bei mir war es Zufall. In dem kleinen Ort, in dem ich aufgewachsen bin, wohnte eine Frau, die damals beim ORF im Landesstudio Oberösterreich gearbeitet hat. Sie sprach mich an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, mit ihr zusammen zu arbeiten. Das war während meiner Schulzeit. Anfangs arbeitete ich in der Aufnahmeleitung als Inspizientin und "Lichtdouble".

Danach war für dich klar: einmal Filmbranche, immer Filmbranche?

Katharina: So ungefähr – ich habe mich nach der Matura für den Studiengang Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Wien eingeschrieben und weiterhin nebenbei in der Aufnahmeleitung bei den verschiedensten Produktionen des ORF gearbeitet. Zeitgleich sammelte ich meine ersten echten Filmerfahrungen in der Komparsenbetreuung. Ende 2008 bin ich der Liebe wegen nach München gezogen, 2009 arbeitete ich erstmals für die "Bavaria Fernsehproduktion", so hieß es damals noch, und durfte 2010 für mein erstes Projekt als Produktionsbuchhalterin gleich nach Frankreich.

Wie war das bei dir Sarah?

Sarah: Meine Mutter arbeitet als Filmgeschäftsführerin. Das heißt, ich war von klein an schon immer mit am Set dabei. Klar, früher hab ich immer gesagt, ich will auf keinen Fall dasselbe machen wie meine Eltern. Ich habe dann BWL & Marketing studiert, danach ein Traineeship bei Bavaria Fiction begonnen und bin nun vor einigen Monaten als Produktionsbuchhalterin bei "Sturm der Liebe" eingestiegen.

Katharina: "Stell dir vor, du kommst in der Früh an ein Filmset und da befindet sich erst mal nichts. Bis zum Drehbeginn entsteht dann eine komplett neue Welt. Das ist faszinierend."

Was begeistert euch an dieser Branche?

Sarah: Du hast hier so einen bunten Mix an Persönlichkeiten, die gemeinsam ein Projekt auf die Beine stellen, arbeitest mit Leuten zusammen, die Lust auf ihren Job haben, Leidenschaft und Energie reinstecken. Dadurch macht das Arbeiten hier einfach wahnsinnig viel Spaß.

Katharina: Ich finde es einfach faszinierend, wenn ein neues Projekt entsteht. Egal ob Live-Show, Serie oder Film. Ein ganzes Team arbeitet Hand in Hand in den unterschiedlichsten Gewerken, bis alles aufgebaut ist. Stell dir vor, du kommst in der Früh an ein Filmset und da befindet sich erst mal nichts. Die Aufnahmeleitung kommt zuerst, später die ersten Mobile, alles wird verkabelt und eingesteckt. Es folgen Maske, Kostüm, Kamera, Ton usw. Das beeindruckende ist: jede*r macht ihren*seinen Job und jede*r kann etwas Besonderes und alle zusammen erschaffen dann bis zum Drehbeginn eine komplett neue Welt – die Welt, die der*die Zuschauer*in dann später zu sehen bekommt.

Würdest du sagen dein Job ist familienfreundlich?

Katharina: In unserem Job gibt es viele Möglichkeiten. Da die Arbeit einer*eines Produktionsbuchhalters*in (Production Accountant) nicht direkt an die Drehzeiten gebunden ist, lässt es sich familientechnisch flexibler einteilen. Es gibt diverse Arbeiten, die einfach erledigt werden müssen, egal zu welcher Uhrzeit. Ich habe zwei kleine Kinder im Alter von drei und sechs Jahren. Bis jetzt konnte ich sie bei den Auslandsproduktionen mitnehmen.
Unser Leben ist manchmal wie ein kleiner Wanderzirkus. Wir waren viel in Schweden und die Kinder freuen sich jedes Jahr auf den Sommer dort. Bei meinem letzten Projekt konnte ich auch einmal aufgrund der Kinder nicht mitkommen. Aber dank der gut organisierten Infrastruktur und der super Hilfe von Produktionsassistentin und Produktionsleiter war es in diesem Fall auch kein Problem, von München aus und teilweise im Homeoffice zu arbeiten.

Sarah: Da wir nicht direkt an die Drehzeiten gebunden sind, ist es eben auch möglich zu sagen, man macht zwischendurch Homeoffice und muss nicht jeden Tag vom Büro aus arbeiten.

Wenn du nicht Produktionsbuchhalterin (Production Accountant) wärst, was wärst du dann?

Katharina: Dann würde ich im Bereich Wohnen & Einrichtung arbeiten oder hätte einen kleinen Bauernhof mit einem Café.

Sarah: Ich würde vielleicht Medizin studieren. Aber aktuell bin ich sehr glücklich mit dem was ich mache!

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Interview: Katrin Menig

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