WDR mediagroup und Bavaria Media bündeln Distributionsaktivitäten für Content-Angebote unter dem Dach von ARD Plus

Do., 24. Sep 2026 Bavaria Media

In Umsetzung der angestrebten Bündelung ihrer kommerziellen Verwertungsaktivitäten für jedwede Film- und TV-Rechte fusionieren WDR mediagroup GmbH und Bavaria Media GmbH ihre diesbezüglichen Geschäfte unter dem Dach der ARD Plus GmbH.

Hierfür bringt die Bavaria Media GmbH ihr Geschäftsfeld Content Distribution sowie den von ihr gehaltenen eigenen Rechtestock im Rahmen eines Kauf- und Einbringungsvertrages in die ARD Plus GmbH ein. Gleichzeitig beteiligt sich die Bavaria Media als Gesellschafterin an der ARD Plus, wobei die WDR mediagroup Mehrheitsgesellschafterin bleibt.

Die ARD Plus GmbH wird mit den Geschäftsbereichen "ARD Plus Product & Channels" und "ARD Plus Distribution" an den Standorten Köln und München vertreten sein. Die ARD Plus GmbH wird auch zukünftig von Ingo Vandré als Geschäftsführer geleitet. Die kartellrechtlich notwendigen Freigaben für die Transaktion liegen bereits vor. Die Parteien streben einen Vollzug der Transaktion bis Jahresende 2026 an. 

Frank Nielebock, Geschäftsführer der WDR mediagroup GmbH: "Mit der Vertragsunterzeichnung haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Weiterentwicklung unserer Tochter ARD Plus erreicht. Die bereits erteilte kartellrechtliche Freigabe hat hierfür wichtige Planungssicherheit geschaffen. Durch die Bündelung der Vertriebsaktivitäten stärken wir die nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit von ARD Plus. Allen am Prozess Beteiligten möchte ich danken, insbesondere meinem ehemaligen Kollegen Michael Loeb, der diesen Prozess maßgeblich mit vorangetrieben hat."

Ingo Vandré, Geschäftsführer der ARD Plus GmbH: "Die Bündelung unserer Vertriebsaktivitäten und Programmportfolios ist ein wichtiger Schritt für den weiteren Ausbau unseres nationalen und internationalen Geschäfts. Für Produzenten, Rechtegeber, Plattformen und Lizenzpartner schaffen wir einen zentralen Vertriebspartner mit einem deutlich erweiterten Content- und Rechteportfolio. Gleichzeitig entwickeln wir ARD Plus konsequent weiter: Neben unserem etablierten ARD Plus Streaming-Geschäft mit OTT-Angebot, VoD- und FAST-Channels stärken wir den nationalen und internationalen Programmvertrieb als zweite zentrale Säule unseres Unternehmens und bauen künftig auch unser Engagement bei Koproduktionen aus. Unser Ziel ist es, ARD Plus als starken Partner für Streamingangebote, Distribution, Koproduktion und die internationale Vermarktung hochwertiger Programme und Formate zu etablieren."

Dr. Christian Franckenstein und Julia Reuter, Geschäftsführung der Bavaria Film GmbH: "Die Geschäftsaktivitäten und Rechteportfolios von Bavaria Media und ARD Plus ergänzen sich hervorragend. Die Zusammenführung unserer Verwertungsaktivitäten steht dabei vollständig im Einklang mit der verabschiedeten Strategie der Bavaria Film für den Content-Bereich. Es entsteht ein Geschäft mit der notwendigen Größe und Schlagkraft, um sowohl in der Verwertung als auch in der Akquisition von Rechten und Koproduktionen ein verlässlicher und effizient aufgestellter Partner für unsere Kunden zu sein. Mit unserer Beteiligung an der ARD Plus GmbH sichern wir uns zudem eine gewichtige Gesellschafterrolle. Wir freuen uns, dass wir diesen ersten Schritt jetzt geschafft haben."

Dr. Marc Lammek, Geschäftsführer der Bavaria Media GmbH: "Aus Sicht von Bavaria Media folgt dieser Schritt den drastischen Marktentwicklungen und eröffnet die Chancen, unter der Flagge von ARD Plus stärker im Wettbewerb aufzutreten. Es schmerzt ehrlicherweise, die langjährigen eigenständigen Verwertungsaktivitäten bei Bavaria Media aufzugeben, aber gerade in diesen disruptiven Zeiten ist es wichtig, Veränderungs- und Anpassungsfähigkeit zu besitzen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, die über die letzten Monate mitgeholfen haben, dieses wichtige Teilziel zu erreichen. Mein Dank gilt dabei insbesondere allen Mitarbeitenden. Bavaria Media erhält durch diesen Schritt die Möglichkeit, sich zukünftig voll und ganz auf das Filmmusikverlagsgeschäft zu fokussieren."

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