Grimme-Nominierungen für "Endlich Witwer" und Heinrich Breloer

Marl - Die Bavaria ist mit Produktionen ihrer Tochtergesellschaften Bavaria Fiction und Satel Film im Wettbewerb Fiktion zwei Mal für den Grimme-Preis 2020 nominiert. Dies gab das Grimme Institut auf seiner Website bekannt. Nominiert ist zum einen die Produktion "Endlich Witwer" der Bavaria Fiction (Produzentin: Doris Zander). Zum anderen ist Heinrich Breloer im Segment Spezial nominiert "für die langjährige, intensive Auseinandersetzung mit Bertolt Brecht und für die besondere Kunst des Übergangs von Dokumentarischem und Fiktionalem" im TV-Doku-Drama "Brecht" (Bavaria Fiction/Satel Fim/MIA Film für WDR/BR/SWR/NDR/ARTE). Die bis zu 16 Grimme-Preise werden in diesem Jahr am 27. März vergeben.

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Georg Weiser (Joachim Król) versucht nach dem plötzlichen Tod seiner Frau hartnäckig, aber erfolglos und gegen die Widerstände seiner erwachsenen Kinder, sein unglückliches Leben weiter zu führen. Bis ihm das Leben dazwischen kommt.

© Reiner Bajo

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Die Produktion "Endlich Witwer" wurde im Mai 2019 im ZDF ausgestrahlt. Erzählt wird die Geschichte von Georg Weiser (Joachim Król) der sein ganzes Leben gelernt hat, Gefühle nicht zu fühlen, die Meinungen und Rechte anderer zu ignorieren und seinem Groll freien Lauf zu lassen. Als er seine Frau verliert, scheint es, als sei er nicht besonders betroffen. Doch seine Kinder geben keine Ruhe. Während zwischen ihm und seinem Sohn Gerd ein alter Streit neu aufflammt, will sich seine Tochter Susanne um ihn kümmern und meint, er brauche einen Plan. Weiser  aber verweigert sich jeder Neuausrichtung. Bis das Leben dazwischen kommt – in Gestalt von Gisela Rückert, die ihm beibringt, dass dieses Leben vielleicht doch ein klein wenig komplexer ist, als er es wahrhaben möchte. Zwar hat auch sie ihr eigenes Leben im Gepäck, aber sie hat etwas, das ihm selbst vollkommen abhandengekommen zu sein scheint – den Glauben an das Glück. Weiser ist jedoch kein Mann für ein Happy End...

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Brecht (Burghart Klaußner) hört Galileis Selbstanklage, wie sie Charles Laughton 1947 für ihn in New York auf eine Schallplatte gesprochen hat. Aus Angst vor der Folter hat Galilei sein revolutionäres Wissen über das neue Weltbild widerrufen und den Autoritäten, zum Gebrauch oder Missbrauch überlassen. Insgeheim aber hat er weitergeforscht.

© WDR/Nik Konietzny

© WDR/Nik Konietzny

Heinrich Breloers Dokudrama "Brecht - ein Film in zwei Teilen" feierte im vergangenen Jahr während der Berlinale Weltpremiere. Noch während der Filmfestspiele wurde "Brecht" als exklusives Kino-Event bundesweit in ausgewählten Städten präsentiert. Im März 2019 wurde "Brecht" auf Arte und im Ersten ausgestrahlt. Die Rolle des jungen Brecht hat Tom Schilling übernommen; Burghart Klaußner ist in der Rolle Brechts in den Nachkriegsjahren zu sehen. In weiteren Rollen spielen Adele Neuhauser und Lou Strenger als Helene Weigel in jungen und späteren Jahren, Trine Dyrholm als Brechts dänische Geliebte und Mitarbeiterin Ruth Berlau, Mala Emde als Paula Banholzer, Brechts erste Liebe, und viele andere prominente Schauspieler.

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An seiner Seite

Charlotte Kler kehrt mit ihrem Mann nach vielen Jahren auf den Bühnen der Welt zurück nach Deutschland. Doch es ist nicht einfach, aus gewohnten Mustern auszubrechen.