Markus Zimmer über "Cannes 2020": "Für mich wird ein Traum wahr"

München - Der Spielfilm "Enfant Terrible" gehört zur Offiziellen Auswahl der Internationalen Filmfestspiele von Cannes. Produzent Markus Zimmer (Bavaria Filmproduktion) spricht im Interview über die filmische Verbeugung vor Rainer Werner Fassbinder und darüber, wie die Filmikone auch im Bewegtbild-Business von heute zurecht käme.

"Enfant Terrible" hat es in die diesjährige Offizielle Auswahl der Internationalen Filmfestspiele geschafft und bekommt das Label "Cannes 2020". Was bedeutet Ihnen das als Produzent?

Es ist eine große Ehre für einen deutschen Film, in die Sélection Officielle aufgenommen zu werden, zuletzt gelang dies Fatih Akin mit "Aus dem Nichts" vor drei Jahren. Wann die letzte Bavaria-Produktion dort lief, wissen wohl eher die Filmhistoriker. Noch schöner wäre es natürlich gewesen, dies live mit dem Team auf der Croisette zu erleben. Für mich als Produzent wird dennoch ein Traum wahr: Auf den beiden anderen A-Festivals Venedig und Berlin war ich schon mit Produktionen im Wettbewerb vertreten, Cannes fehlte mir noch.

Oliver Masucci spielt Fassbinder und – so nimmt man es beim Zuschauen wahr – verschmilzt nahezu mit der Figur. Warum ist er für die Rolle ausgewählt worden und was macht sein Spiel besonders?

Oliver Masucci war tatsächlich eine überraschende Wahl, da er auf den ersten Blick überhaupt keine Ähnlichkeit mit Fassbinder hat. Als er aber zum ersten Mal aus der Maske kam, war eine Darstellerin, die Fassbinder gut kannte, völlig überwältigt als sie ihm gegenüberstand, die Verschmelzung mit der Rolle gelang perfekt.

Denken Sie, ein Filmemacher wie Fassbinder würde heute noch dieselbe Bühne finden wie damals?

Auf jeden Fall. Wahrscheinlich würde er alle Register in den sozialen Medien ziehen und sich dort genauso wirkungsvoll inszenieren wie im Kino und TV.

 

Interview: Daniel Kreutzenberger

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