Vom Schreibtisch in den Wrestling-Ring

PR-Praktikant Jonas Menter hat das Set von "Schloss Einstein" besucht. Ein multimedialer Blick hinter die Kulissen und ein Auftritt vor der Kamera.

Dutzende Menschen laufen konzentriert durch die Turnhalle des Königin-Luise-Gymnasiums in Erfurt, umkreisen Kameras, Scheinwerfer, Stühle und Tonangeln. Einige sprechen schnell in ihre Funkgeräte. Künstliche Nebelschwaden ziehen durch die Halle, schwitzende Zwei-Meter-Männer in Gummi-Hosen und freiem Oberkörper klatschen vollends motiviert auf herumliegende Bodenmatten. Bin ich hier richtig?

Ja - ich bin am Set von Deutschlands erfolgreichster Kinder- und Jugendserie, seit mehr als 20 Jahren on air: "Schloss Einstein".

Ich, Jonas, 23, Praktikant in der Bavaria-Kommunikation habe meinen Schreibtisch in München gegen einen Wrestling-Ring in Erfurt getauscht. Zwei Tage war ich am "Einstein"-Set in Erfurt, durfte hinter die Kulissen blicken und selbst als Komparse vor die Kamera treten.

Bei meinem Besuch wird eine ganz besondere Szene von Folge 1063 gedreht: Es wird zum Wrestling in den Ring gebeten. Der Showsport ist ein Element des Haupthandlungsstranges der 27. Staffel, die gerade entsteht. Es ist einer von nur wenigen Außendrehs während der Staffel. Der Großteil der Szenen von "Schloss Einstein" wird in den Klassenzimmern und Internatsräumen des "Einstein"-Internats gedreht.

Zum Inhalt: In der 27. Staffel gehen die Einsteinerinnen und Einsteiner auf eine aufregende Schatzsuche - und tauchen dabei in die DDR-Geschichte ein. Damit erfüllt "Schloss Einstein" auch einen Bildungsauftrag. Seit einigen Jahren legt die Produktion auch besonderes Augenmerk auf Digitalität: In einer papierfreien Schule geht nichts ohne Tablets. Die 26 Folgen einer Staffel werden seit 2018 als On-Location Produktion am Erfurter Stadtrand und in Räumlichkeiten des Kindermedeinzentrums Erfurt gedreht.

In "meiner" Szene habe ich einen Sportler gespielt, der sich neben dem Ring warm macht. Beim Dreh ging alles ziemlich schnell. Ich wurde von der Regie-Assistenz vor die Kamera gerufen und bekam eine kurze Einweisung. Ich sollte einem anderen Sportler-Komparsen einen coolen Homie-Handschlag mit Schultercheck geben und dann noch ein paar sportliche Squats als Warm-up machen. Dabei gemeinsam mit dem Cast und den nicht gerade zimperlichen Wrestlern vor der Kamera zu stehen, war mein Highlight des Tages. Anfangs hatte ich die Befürchtung, mit oder gegen die Wrestler antreten zu müssen. In dem Fall hätten sie wohl aus mir eine weitere Bodenmatte gemacht.

"Schloss Einstein", war für mich schon als Kind etwas ganz Besonderes. Nach der Schule habe ich mit meinen Geschwistern immer gerne eigeschaltet, den Ohrwurm "Alles ist relativ" laut mitgesungen und mit den Geschichten der Kinder mitgefiebert. Und jetzt stehe ich hier selbst! Noch dazu mit diesen ganzen Catcher-Schränken. Dabei hatte ich selbst mit Wrestling bislang nie Berührungspunkte und habe auch noch nie einen ganzen Kampf gesehen.

Ich erkundige mich deshalb bei Profi-Wrestler Martin Guerrero, der in einer Drehpause neben mir sitzt: Tut das nicht weh, wenn man erst durch die Luft geschleudert wird, dann aus zwei Metern auf einen Mattenboden knallt, um schließlich noch eine finale Kopfnuss verpasst zu bekommen? "Wrestling kann schon weh tun", sagt Martin und lacht. "Aber Wrestling ist ein Showkampf, wir sprechen uns vorher ab. Es ist wie beim Film: Wir wollen unterhaltsame Geschichten erzählen." Es gehe darum, dem Publikum eine gute Show zu bieten.

Auch einige Schauspieler von "Schloss Einstein" sind heute am Set in der Turnhalle: Kiana Ben Attou aka Maxi in einem bunten Superhelden-Kostüm, Lance Gernot Simon als Karl - und auch Chris Lamprecht, der als Wrestler "Toni Tornado" in schwarzem Gewand und aufgeschminkter Augenbinde im Ring steht und unermüdlich gegen seinen Trainer kämpft.

Wie geht das überhaupt zusammen: Wrestling und Kinderprogramm? Das hat mir der Kinderbetreuer und Caster Steffen Stibbe erklärt: "Wrestling ist tatsächlich neu für Schloss Einstein. Aber es zeigt nur, wie vielfältig unsere Geschichten sind." Steffen Stibbe nennt sich selbst "Filmpapa". Mehr hat er mir im Interview verraten. (Audio: 5 min.)

Ein Mann der ersten "Einstein"-Stunde ist Regisseur Severin Lohmer. Ich habe damals als Kind vorm Fernseher die Folgen gesehen, die er verantwortet hat. Severin Lohmer sagt: "Kinderfilme machen ist kein Kinderspiel - auch wenn es genauso viel Spaß macht!" Im Interview hat er mir noch mehr erzählt über die Produktion und seinen Weg ans "Einstein". (Audio: 4:25 Min)

Was mir am Set besonders auffällt, ist die extrem familiäre Atmosphäre. Ein Rädchen greift ins andere, vieles funktioniert ohne Worte - und mit einem Lächeln im Gesicht. In den Drehpausen verteilt "Filmpapa" Steffen Stibbe zum Beispiel Comics zum Zeitvertreib. Denn drehen, das heißt auch viel: warten.

Auch Produzentin Yvonne Abele findet, dass die Atmosphäre am Set etwas ganz besonderes ist. "Das Set von Schloss Einstein ist für mich wie ein zweites Zuhause. Die Bandbreite an Geschichten und Genres, die wir in diesem Format erzählen dürfen, gibt es nirgendwo sonst." Yvonne Abele war bereits von 2010 bis 2015 Produzentin von "Schloss Einstein" und ist es seit 2019 wieder.

Freitag, 19:30 Uhr, Turnhalle. Nach den vielen Stunden am Set bin ich fix und fertig. Die letzte Klappe und das letzte "Und Danke!" des Tages von Regisseurin Nadine Keil sind ein paar Minuten her. Die Crew hat applaudiert. Nach meinen Auftritten als Background-Sportler, vielen Gesprächen und Einblicken bin ich erschöpft - aber auch sehr sehr glücklich. Ich bin schon gespannt auf meine erste KiKa-Fernsehpräsenz im Frühjahr 2024, wenn die Folge ausgestrahlt wird.

Danke!

Vielen Dank an all die lieben Menschen, die ich kennenlernen durfte. Regisseur Severin Lohmer und seinem Hund William, "Filmpapa" Steffen Stibbe und alle anderen am Set. Besonderen Dank auch an Junior Producerin Josèphine Heidel für ihre Zeit und die Zuwendung sowie an Yvonne Abele und Sebastian Feuß für das problemlose Ermöglichen dieser Entdeckungsreise. Ein Wrestler werde ich nicht mehr, aber ein großer Fan der Serie und eurer Arbeit bleibe ich.

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