"Für viele ist Wasser eine Sehnsucht"

Fünf Jahre nach Serienauftakt ist die "WaPo Bodensee" mit bald 50 Folgen zu einer Größe im deutschen Kriminalfernsehen herangewachsen. Produzentin Kerstin Lipownik spricht im Interview über die Herausforderungen des Drehs auf dem Nass. 

Frau Lipownik, wieso haben Sie sich als eine der Ideengeber*innen gerade für eine Wasserpolizei entschieden? 

Ich habe vorher bereits die "Küstenwache" beim ZDF produziert. Nach der Absetzung war eins klar: Es fehlte eine Wasserserie im deutschen Fernsehen. Außerdem wusste ich, dass Boote und Wasser im TV einfach funktionieren, gerade in Kombination mit der Berg-Umgebung der "WaPo Bodensee". Für viele Menschen ist das Wasser eine Sehnsucht. Die Idee unseres Geschäftsführers Sven Sund, mit der “WaPo Berlin” noch ein weiteres Format zu etablieren, hat diese Sehnsucht ebenso bestätigt.

Der Dreh auf dem Wasser ist herausfordernd, teils sicher schwerer als eine Produktion am Land. Was braucht es, um diese Herausforderung zu meistern? 

Viele Regisseure, die das erste Mal auf dem Wasser drehen, unterschätzen den größeren Aufwand. Wenn wir den Dreh einer Szene beispielsweise wiederholen möchten, können wir nicht einfach wie beim Auto bremsen, rückwärtsfahren und neu drehen. Bis man ein Boot wieder auf Position hat, vergeht eine ganze Zeit. Was es also braucht, ist vor allem sehr viel Geduld. 

Klingt so, als müsste das Produktionsteam und die Schauspieler*innen eine Vorliebe für das Wasser mitbringen, um für die "WaPo" in Frage zu kommen. 

Definitiv. Unsere Schauspielerinnen und Schauspieler haben sogar mittlerweile alle einen Bootsführerschein. Gerade für neue Mitglieder im Team kann es aber dennoch schwierig sein, sich an die Drehbedingungen auf dem Wasser zu gewöhnen. Glücklicherweise profitieren wir da von unserer mehrjährigen Erfahrung, durch die wir sie besonders gut unterstützen können. 

Was konnten Sie und Ihr Team aus all dieser Erfahrung denn mitnehmen? 

Unser wichtigstes Learning war, dass der Pegel des Bodensees sehr unterschiedlich ist. Im Sommer geht er sehr zurück, man kann also nicht mal am Steg anlegen. Im ersten Jahr hatten wir das so gar nicht auf dem Schirm. Da konnten wir zwar auf dem Wasser drehen, Anlegen war aber nicht. Vor drei Jahren hatten wir außerdem einen sehr heißen Sommer. Da lagen wir zeitweise sogar buchstäblich auf dem Trockenen. Unsere Lösung war dann, den Dreh an eine Stelle zu versetzen, an der der Wasserstand gut genug war. Damit der Location-Wechsel nicht auffällt, haben wir die Hintergründe ein wenig verschwommen gelassen und weniger Totalen gefilmt. Mit ein paar Einfällen konnten wir die Situation also noch lösen. Mit Tücken wie diesen weiß man mit der Zeit dann immer besser umzugehen. 

 

Interview: Daniel Kreutzenberger & Martin Brückle

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